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Kolonchirurgie, Divertikulitischirurgie, Dickdarmkrebs-Operationen

Kolonchirurgie - Beitrag von Dr. med. Rudolf Steffen

Der Zugang bei Dickdarmoperationen hat sich entscheidend verändert. Während früher Bauchschnitte die Regel waren, ist die Laparoskopie (auch Schlüsselloch-Chirurgie genannt) heute nicht mehr wegzudenken. In der Dickdarmchirurgie führt die Klinik Beau-Site dieses Verfahren nun seit 20 Jahren durch und die Erfolgsrate spricht für sich.

Wann genau die Meinung über die Laparoskopie von „muss das sein“ zu „darf das sein“ gewechselt hat, kann ich heute nicht mehr sagen. Es waren die vielen kleinen Fortschritte, die mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit dieses schonenden Zugangs geführt haben. Am Anfang stand die Erfahrung mit einfacheren laparoskopischen Operationen, wie der Gallenblasenentfernung. Das war die Zeit, als sich Pioniere für ein eigenes Spezialgebiet der laparoskopischen Chirurgie stark machten. Doch im Grunde genommen ist die Laparoskopie bloss eine Zugangsvariante zum kranken Organ. Aber welche Vorteile! Es ist meistens der Bauchschnitt, und nicht der Eingriff am Organ selbst, der die Schmerzen verursacht. Die kleinen Schnitte für die Laparoskopie bluten weniger, Wundinfekte und Narbenbrüche sind viel seltener und die Laparoskopie führt im operierten Bauch nicht zu Verwachsungen. Verletzungen von Nachbarorgangen sind auch seltener, da man nicht mehr ziehen und zerren muss, sondern zum Zielorgan hinreichen kann.

Motivierte Anfänge

1993 lernte ich im Kantonsspital Freiburg bei Dr. Petropoulos die Anwendung der Laparoskopie am Dickdarm kennen. Noch im selben Jahr operierten wir zusammen die ersten Patienten in der Klinik Beau-Site. Zu sehen, wie sehr diese vom neuen Zugang profitierten, war stark motivierend. Die Eingriffe waren aber schwieriger und dauerten viel länger. Die Bildtechnik steckte noch in den Kinderschuhen, genauso wie die medizintechnischen Apparate und Instrumente. Der Umstieg vom laparoskopischen zum offenen Zugang war schon zur Vermeidung langer Operationszeiten häufig. Auch zur Sicherheit der Patienten haben wir damals oft offen fertig operiert. Keinesfalls wollten wir Komplikationen wegen der Laparoskopie riskieren. Damals operierten wir nur Patienten mit gutartigen Krankheiten am Dickdarm, die Krebschirurgie war noch tabu.

Fortschritte in der Krebschirurgie

Wir machen nun einen Zeitsprung ins Jahr 2005. Irgendwann zuvor kam es zum Wechsel der Einstellung und der Gefühle: Nicht mehr die Laparoskopie war das Mühsamere, Aufwändigere, sondern die Schnittchirurgie. Dieses Niveau kann nur erreichen, wer sehr viel operiert und eine konsequente Strategie verfolgt. Ausserdem wurde auch die Krebschirurgie das Dick- und Mastdarms für die Laparoskopie in internationalen Studien als sicher beurteilt. Diese Indikationserweiterung konnten wir ohne Probleme umsetzen und die Schnittchirurgie hat auch bei Krebs ihre historische Bedeutung verloren.

Systematische Qualitätskontrolle

Seit 2005 erfassen wir – anonymisiert – im Rahmen der internen Qualitätskontrolle alle am Darm operierten Patienten mit Diagnose, Operation und Komplikationen.

Eigene Erfahrung der vergangenen 5 Jahre

In den vergangenen 5 Jahren (2014 – 2018) hat unser Team 172 Eingriffe am Dick- und Mastdarm durchgeführt. Davon wurden 83% laparoskopisch beendet. In dieser Zeit kam es bei Operationen am Dickdarm nur zu einer gravierenden Komplikation im Sinne eines Dickdarmlecks. Dies liegt weit unter dem Durchschnitt. Bei den Mastdarmoperationen trat in 3 von 21 Fällen ein Leck auf. Lecks an dieser Stelle sind allgemein häufiger. Im Durchschnitt gingen die Patienten am 4.-5. Tag nach der Operation nach Hause.

Die Kolonchirurgie wird von PD Dr. med. Rudolf Steffen und Prof. Dr. med. Jörg Zehetner angeboten.

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Kontakt

Dr. med. Jörg Zehetner
Professor (USC)
MMM, FACS, FEBS (hon.)

PD Dr. med. Rudolf Steffen
Facharzt FMH für Chirurgie

Dr. med. Alejandro Metzger
Facharzt FMH für Chirurgie

Schänzlihalde 1
CH-3013 Bern

T +41 (0)31 312 61 12
F +41 (0)31 312 61 11

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