{"id":2625,"date":"2021-11-22T05:47:14","date_gmt":"2021-11-22T04:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/reflux-and-oesophageal-cancer-an-inside-view\/"},"modified":"2024-08-07T17:46:47","modified_gmt":"2024-08-07T15:46:47","slug":"reflux-and-oesophageal-cancer-an-inside-view","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/reflux-and-oesophageal-cancer-an-inside-view\/","title":{"rendered":"Reflux and oesophageal cancer &#8211; An inside view"},"content":{"rendered":"\n<p>Vom 21. bis 27. November 2021 l\u00e4uft die GERD Awareness Week. GERD steht f\u00fcr Gastroesophageal Reflux Disease, also kurz gesagt die Refluxkrankheit. Betroffen davon sind etwa 20 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Das individuelle Erscheinungsbild und Ausmass kann dabei sehr unterschiedlich ausgepr\u00e4gt sein. Wir wollen anl\u00e4sslich der GERD Awareness Week den Blick auf die Refluxkrankheit, m\u00f6gliche Folgeerkrankungen und eine zielgerichtete Diagnose und Behandlung richten. Dabei ist uns die ganz pers\u00f6nliche Sicht Betroffener ebenso wichtig wie die M\u00f6glichkeiten der chirurgischen Intervention und die Chancen der Vorsorge und gezielter Nachsorge.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/AdobeStock_70936577-815x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1899\"\/><figcaption>Sodbrennen.Der Schlie\u00dfmuskel am Magenmund ist schlaff und offen.Magens\u00e4ure steigt auf<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Saures Aufstossen ist mehr, als nur unangenehm<\/h2>\n\n<p>Im Rahmen der GERD Awareness Week setzt die Swiss1Chirurgie noch einmal verst\u00e4rkt auf die Aufkl\u00e4rung zu Refluxerkrankungen, die sich oftmals durch chronisches saures Aufstossen ank\u00fcndigen oder bereits vorliegen. Von der ersten individuellen Wahrnehmung \u00fcber eine fachmedizinische Diagnostik bis hin zur chirurgischen Intervention reicht die Spannbreite der Wahrnehmung von Refluxerkrankungen, die zumindest in bestimmten Bev\u00f6lkerungsgruppen weiter auf dem Vormarsch sind. Mehr zum Thema lesen Sie im Beitrag.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Saures Aufstossen, die pers\u00f6nliche Sicht<\/h2>\n\n<p>Upps, da ist es wieder. Dieses unangenehme Aufstossen von saurem Magensaft mit diesem bekannt widerlichen Gef\u00fchl. Magenfl\u00fcssigkeit und im Einzelfall auch Nahrungsbestandteile steigen vom Magen in die Speiser\u00f6hre auf und sorgen neben dem bitteren Beigeschmack f\u00fcr ein Gef\u00fchl des Unwohlseins. Besonders nach \u00fcppigem, fettreichen oder scharfen Essen klagen viele \u00fcber das sogenannte Sodbrennen, machen\u00a0 sich aber wenig Gedanken, dar\u00fcber, wo die Ursachen zu suchen sind und welche Folgeerscheinungen m\u00f6glich sind. \u00dcbrigens tragen auch Alkoholkonsum, deutliches \u00dcbergewicht und das Rauchen zur Ausbildung und Verst\u00e4rkung von Refluxerkrankungen bei. Richtig l\u00e4stig wird es, wenn dieses saure Aufstossen immer h\u00e4ufiger und wiederkehrend auftritt. Dann reden wir bereits vom chronischen Aufstossen, das durchaus Krankheitswert haben kann. In der Endkonsequenz wird es wichtig sein, jetzt einen versierten Mediziner zu finden, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Nachsorge der Refluxkrankheit tats\u00e4chlich gut auskennt. Der erste Weg ist dann meist der zum Hausarzt, der dann als Zuweiser die passenden Fachmediziner finden sollte. Wichtig ist in jedem Fall, chronisches saures Aufstossen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern fr\u00fchzeitig die fachmedizinische Sicht einzuholen. Denn aus anfangs gelegentlichem Aufstossen kann schnell mehr werden, mit entsprechend schwerwiegenden Folgen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wenn aus chronischem Aufstossen Krebs wird, die medizinische Sicht<\/h2>\n\n<p>Der Weg vom chronischen Aufstossen bis zum Speiser\u00f6hrenkrebs ist in vielen F\u00e4llen k\u00fcrzer, als gemeinhin angenommen. Durch den wiederholt in der Speiser\u00f6hre aufsteigenden Magensaft wird die empfindliche Schleimhaut der Speiser\u00f6hre angegriffen und ernsthaft gesch\u00e4digt. Im weiteren Verlauf entwickeln sich Zellwachstumsst\u00f6rungen, die im Ernstfall zu unkontrolliertem Zellwachstum und damit zu Speiser\u00f6hrenkrebs f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>In einem fr\u00fchen Stadium sp\u00fcrt der Patient davon kaum etwas, sodass nur eine zeitige medizinische Diagnose und Intervention Aufschluss bieten und eine ad\u00e4quate Behandlung sicherstellen kann. Ist die Speiser\u00f6hre bereits stark gesch\u00e4digt und ein deutliches Krebswachstum vorhanden, \u00e4u\u00dfert sich das bei den Patienten durch deutliche Schluckbeschwerden und gegebenenfalls auch mit einem Druckgef\u00fchl im Brustbereich, dass vom Patienten selbst jedoch kaum klar lokalisiert werden kann. Hier ist dann dringlichst eine fachmedizinische Diagnose erforderlich, um eventuell noch rechtzeitig eingreifen zu k\u00f6nnen. Ein Hinwarten verbessert die Situation nicht, sondern f\u00fchrt eher zu einer verschlimmerten Gesamtsituation.<\/p>\n\n<p>Daher ist es in jedem Fall von geh\u00e4uftem sauren Aufstossen ratsam, baldigst einen Fachmediziner aufzusuchen, um im diagnostischen Prozess die konkrete Lage und eine eventuelle Gef\u00e4hrdungssituation professionell absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Mit handels\u00fcblichen Pr\u00e4paraten gegen Sodbrennen l\u00e4sst sich der Prozess zwar mildern, aber nicht effektiv aufhalten oder beenden.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Chirurgische Intervention, der notwendige Eingriff<\/h2>\n\n<p>Ist ein chirurgischer Eingriff bei einer Refluxerkrankung erforderlich, dann greifen die Experten der Swiss1Chirurgie bevorzugt auf minimalinvasive Operationsmethoden zur\u00fcck. Dabei wird nicht am Symptom, sondern an der Ursache angesetzt. Die Ursache f\u00fcr das chronische saure Aufstossen ist h\u00e4ufig am \u00dcbergang zwischen Speiser\u00f6hre und Magen und oftmals auch im Durchgangsbereich am Zwerchfell zu suchen. Das, nennen wir es Ventil am Mageneingang schliesst nicht mehr richtig oder ist in seiner Funktion anderweitig beeintr\u00e4chtigt, so dass immer wieder saurer Magensaft nach oben steigen kann. Nicht selten ist auch die Pumpfunktion der Speiser\u00f6hre gest\u00f6rt, was sich in einem Funktionstest ermitteln l\u00e4sst.<\/p>\n\n<p>In der Swiss1Chirurgie wird nach M\u00f6glichkeit ein System eingesetzt, bei dem ein elastischer Magnetring um das Speiser\u00f6hrenventil gelegt wird. Dieser Magnetring verschliesst den \u00dcbergang von Speiser\u00f6hre zum Magen, erlaubt aber das normale Aufnehmen von Nahrung, sofern der Druck in der Speiser\u00f6hre normal ist. Auch ein leichtes Aufstossen von Luft bleibt m\u00f6glich.<\/p>\n\n<p>\u00dcber dieses Verfahren und andere M\u00f6glichkeiten der Behandlung von Refluxerkrankungen k\u00f6nnen Sie sich umfassend und komfortabel auf unserer Webseite informieren.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gef\u00e4hrdete Gruppen und Tendenz<\/h2>\n\n<p>Von Refluxerkrankungen sind vor allem Menschen betroffen, die Schw\u00e4chungen am \u00dcbergang von der Speiser\u00f6hre zum Magen aufweisen. Eine grosse Gruppe der Patienten rekrutiert sich aus der Gruppe der \u00fcbergewichtigen Menschen. Wenngleich das nicht das alleinige Risiko abbildet, ist \u00dcbergewicht doch ein entscheidender Faktor bei Refluxerkrankungen. Auch \u00fcberm\u00e4ssig fettes und scharfes Essen provoziert Refluxst\u00f6rungen ebenso wie der \u00fcberm\u00e4ssige Alkoholkonsum oder das Rauchen.<\/p>\n\n<p>Tendenziell kann davon ausgegangen werden, dass Refluxerkrankungen weiter zunehmen werden. Ursache daf\u00fcr sind das Ern\u00e4hrungsverhalten der Menschen und der \u00fcberm\u00e4ssige Gebrauch von Genussmitteln. Eine insgesamt gesunde Lebensweise kann auch Refluxerkrankungen vorbeugen, wenngleich auch anscheinend gesund lebende Menschen davon betroffen sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was zu tun bleibt<\/h2>\n\n<p>Wer bereits \u00fcber Refluxbeschwerden klagt, sollte insbesondere sein Essverhalten \u00fcberpr\u00fcfen. Fettiges Essen, grosse Portionen, saures und scharfes Essen sollten ebenso vermieden werden wie ein Zuviel an Kaffee, Schokolade, Alkohol und Nikotin. Eine Gewichtsreduktion ist in vielen F\u00e4llen ratsam.<\/p>\n\n<p>Sollten sich auch dann keine kurzfristigen Verbesserungen einstellen, ist der Gang zum Hausarzt oder direkt zum Experten f\u00fcr Refluxerkrankungen unerl\u00e4sslich. Nur dort kann die Situation klar und eindeutig abgebildet werden, was schlussendlich der sicherste Weg zu einer zutreffenden Diagnose und einer nachfolgenden Behandlung ist.<\/p>\n\n<p>Auch zu den M\u00f6glichkeiten der Beeinflussung von Refluxerkrankungen finden Sie auf unserer Webseite umfangreiches Material.<\/p>\n\n<p>F\u00fcr Fachkollegen empfehlen wir die Teilnahme am Zuweiserevent am 25. November 2021 im Rahmen der GERD Awareness Week 2021.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/AdobeStock_191227759-1024x673.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1903\"\/><figcaption>Sodbrennen.Reflux.Magens\u00e4ure steigt auf<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"The path from chronic belching to oesophageal cancer is often shorter than suspected. As part of GERD Awareness Week 2021, Swiss1Chirurgie is focusing on even more education about reflux disease and treatment options. Read more in the detailed article.","protected":false},"author":2,"featured_media":30192,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1206,1207,1208,1194,1197,1210,1198],"class_list":["post-2625","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-reflux-and-esophagus","tag-acid-reflux","tag-gerd-en","tag-gerdawarenessweek-en","tag-obesity-en-2","tag-reflux-en-2","tag-reflux-diseases","tag-swiss1chirurgie-en-2"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2625"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2625\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29833,"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2625\/revisions\/29833"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.swiss1chirurgie.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}